Bild mit Alma Spribille.

WEtell: Good News mit positivem Jahresabschluss

01. Juli 2026

Im Interview spricht WEtell über den ersten positiven Jahresabschluss der Unternehmensgeschichte und die Faktoren hinter diesem Meilenstein: glaubwürdig gelebte Werte, starke Partnerschaften und eine flexible, langfristige Finanzplanung. Zudem wird deutlich, wie sich Nachhaltigkeit, persönlicher Kund*innenservice und Verantwortungseigentum im Unternehmensalltag konkret auswirken. Mit Blick nach vorn formuliert WEtell klare Wünsche an die Branche — von klimaneutraler Infrastruktur bis zu mehr Datenschutz — und setzt zugleich auf gesundes Wachstum ohne Kompromisse bei Mensch und Natur.

WEtell hat erstmals einen positiven Jahresabschluss erzielt – ein wichtiger Meilenstein. Was waren die entscheidenden Faktoren für diese Entwicklung? 

Ich denke, ein ganz entscheidender Faktor war, dass wir unsere Werte immer konsequent gelebt und kommuniziert haben. Menschen entscheiden sich nicht für uns, weil wir die günstigsten Tarife haben, sondern weil wir für Nachhaltigkeit und Gemeinwohl einstehen. Unsere Glaubwürdigkeit hat uns ein kontinuierliches Wachstum ermöglicht.

Gleichzeitig setzen wir auf langfristige Kooperationen mit gleichgesinnten Unternehmen. Gemeinsam wird man einfach stärker und kann sich gegenseitig Sichtbarkeit verschaffen.

Und nicht zuletzt hat uns unsere Finanzplanung geholfen, die wir zum einen langfristig angelegt haben, zum anderen aber auch regelmäßig geprüft und der Situation entsprechend angepasst haben.

Viele Menschen wechseln den Mobilfunkanbieter primär wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses oder besserer Netzabdeckung. Was ist der entscheidende praktische Vorteil von WEtell für den täglichen Gebrauch – neben der Nachhaltigkeitsvision?  

Zum einen bieten wir alles, was man heutzutage für sorgloses Surfen und Telefonieren braucht: D-Netz-Qualität, 5G, Allnet-Flatrate und eine App, mit der man alles bequem verwalten kann.

Aber was uns wirklich auszeichnet, ist unser Kund*innen-Service. In Zeiten der Digitalisierung legen wir großen Wert darauf, den menschlichen Kontakt hochzuhalten. Statt die Kund*innenbetreuung in ein Callcenter auszulagern, haben wir ein eigenes Serviceteam. Die Kolleg*innen sind mittendrin im Team, kennen alle Abläufe und können so viel besser auf die Anliegen eingehen.

Wir haben uns auch bewusst gegen Erfüllungsquoten für die Servicemitarbeitenden entschieden, so dass sie sich wirklich Zeit für die Menschen nehmen können. Und das macht sich auch bei den Kund*innen bemerkbar. Nicht selten bekommen wir Feedback wie „schön, dass man mit euch reden kann“ oder „es ist so angenehm mit euch“.  

Seit 2022 seid ihr purpose Unternehmen. Wie wirkt sich das Verantwortungseigentum-Modell im täglichen Arbeitsalltag aus, und wie gewährleistet ihr, dass finanzielle Interessen niemals die Unternehmenswerte gefährden?

Wir haben neben der Geschäftsführung nun auch den Kreis der Verantwortungseigentümer*innen. Sie legen die übergeordnete Strategie für WEtell fest und achten darauf, dass wir unseren Unternehmenswerten treu bleiben.

Was vielleicht nicht so sichtbar ist, aber im Arbeitsalltag eine riesige Rolle spielt: Alle wissen, dass sich niemand an WEtell privat bereichern kann. Die Gewinne fließen komplett zurück ins Unternehmen. Die Mitarbeitenden können sich sicher sein, dass sie für die gute Sache arbeiten und nicht dafür, dass irgendwo ein Investor seine Taschen füllt. Das bringt viel Motivation und ein starkes Wir-Gefühl.

Damit das auch dauerhaft so bleibt, haben wir der Purpose-Stiftung 1 % der Stimmanteile an WEtell übertragen. Sie hat damit das Recht – und sogar die Pflicht – ein Veto einzulegen, falls wir jemals Gewinne privat ausschütten oder das Unternehmen verkaufen wollten.

Was wünscht du dir für die Zukunft der Mobilfunkbranche und speziell für WEtell. Was treibt dich mehr: Der Wunsch zu wachsen, oder der Wunsch zu bewahren?

Ich wünsche mir, dass die Netzbetreiber das gesamte Mobilfunknetz so schnell wie möglich komplett klimaneutral betreiben, also mit nachhaltiger Infrastruktur. Schließlich wäre das der größte Hebel für nachhaltigen Mobilfunk. Auch gibt es inzwischen schon viele tolle Konzepte, die in diesem Bereich umgesetzt werden könnten. Bspw. die Abwärme der Rechenzentren zum Heizen von Wohnraum nutzen. Vom so etwas brauchen wir einfach mehr.

Gleichzeitig wünsche ich mir, dass der Datenschutz in der Branche ernster genommen wird. Unser Mobilfunk verrät so viel über uns: Von Kommunikation und Kontakten über den Standort bis hin zu Gesundheitsdaten werden inzwischen so viele sensible Daten über den Mobilfunk verarbeitet. Wir sollten alle daran mitwirken, dass diese Daten sicher bleiben.

Für WEtell wünsche ich mir ein gesundes Wachstum: Wir wollen langfristig am Markt bestehen und mit unseren nachhaltigen und sozialen Ideen möglichst viel bewegen. Aber eben kein Wachstum um jeden Preis. Und schon gar nicht auf Kosten von Mensch oder Natur.

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