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Aktien einfach erklärt: Rechte, Risiken, Handelbarkeit

19. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert am: 22. Juni 2026
Lesedauer: 10 Minuten

Aktien gehören zu den bekanntesten Finanzinstrumenten. Sie stehen für die Beteiligung an einem Unternehmen und werden oft mit Börse, Kursentwicklung und Dividenden verbunden. Im Folgenden erklären wir, was Aktien sind, wie sie funktionieren, worin sie sich von Anleihen, Fonds und Crowdinvesting unterscheiden und welche Chancen und Risiken mit dieser Anlageform verbunden sein können.

Was sind Aktien? 

Aktien sind Anteile an einem Unternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, kurz AG. Wer eine Aktie besitzt, ist am Grundkapital dieses Unternehmens beteiligt.

Einfach gesagt: Mit einer Aktie wird man nicht Gläubiger eines Unternehmens, sondern ist am Unternehmen beteiligt. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer Anleihe. Während bei einer Anleihe Kapital geliehen wird, steht bei einer Aktie die Beteiligung im Mittelpunkt.

Je nach Ausgestaltung können mit Aktien bestimmte Rechte verbunden sein. Dazu zählen zum Beispiel Vermögensrechte, etwa eine mögliche Beteiligung am Gewinn, und in vielen Fällen auch Mitwirkungsrechte, etwa auf der Hauptversammlung.

Wie funktionieren Aktien?

Unternehmen geben Aktien aus, um Kapital einzuwerben. Dieses Kapital ist Eigenkapital und kann zum Beispiel für Investitionen, Wachstum oder die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells genutzt werden.

Aktien können anschließend an Börsen gehandelt werden. Dort bildet sich laufend ein Preis, der Aktienkurs. Dieser Kurs verändert sich, wenn sich Angebot und Nachfrage verändern.

Hinter diesen Bewegungen stehen viele Einflüsse: wirtschaftliche Kennzahlen, Erwartungen an das Unternehmen, das allgemeine Marktumfeld oder politische Entwicklungen. Für Anlegende bedeutet das: Der Wert einer Aktie ist nicht fest. Er kann steigen, aber auch sinken.

Handelbarkeit und Zweitmarkt: Wann können Aktien verkauft werden?

Ob eine Aktie praktisch veräußerbar ist, hängt von mehreren Faktoren ab – nicht allein davon, ob das Wertpapier an einem Handelsplatz gelistet ist.

Entscheidend ist, ob am Markt tatsächlich ausreichend Kauf- und Verkaufsinteresse vorhanden ist – also die Marktliquidität. Ein Listing an einer Börse schafft die technische Voraussetzung für den Handel, garantiert aber nicht, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichend Handelsvolumen besteht. Für Anlegende ist daher wichtig: Listing und faktische Handelbarkeit sind nicht dasselbe.

Viele klassische Crowdinvesting-Produkte wie Nachrangdarlehen haben in der Regel keine Börsennotierung und keinen geregelten Zweitmarkt. Das Kapital ist dort typischerweise bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit gebunden. Ob und in welcher Form ein Zweitmarkt existiert, ist stets dem konkreten Angebot zu entnehmen.

Welche Unternehmen kommen an die Börse? 

Nicht jedes Unternehmen ist börsenreif. Für einen Börsengang (IPO = Initial Public Offering) sollte ein Unternehmen seit einigen Jahren am Markt präsent sein, ein etabliertes Geschäftsmodell vorweisen können und die gesetzlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Anforderungen eines Börsengangs erfüllen.

In Deutschland sind aktuell rund 430 Unternehmen börsennotiert (vor 20 Jahren waren es noch mehr als 700). Aktien beziehen sich daher häufig auf größere, etablierte Unternehmen. Es gibt aber auch Aktienemissionen außerhalb des klassischen Börsengangs – etwa als Direktplatzierung oder im Rahmen einer Kapitalerhöhung.

Warum geben Unternehmen Aktien aus?

Wenn ein Unternehmen wachsen, neue Märkte erschließen oder größere Investitionen finanzieren will, braucht es Kapital. Dabei stehen grundsätzlich zwei Wege offen:

  • Fremdkapital: etwa über Bankkredite oder Anleihen. Hier wird Kapital geliehen – mit vereinbarter Verzinsung und einer festgelegten Laufzeit, nach der das Kapital zurückzuzahlen ist.
  • Eigenkapital: etwa über die Ausgabe von Aktien. Das Unternehmen erhält Kapital, ohne eine Rückzahlungspflicht einzugehen – gibt dafür aber Unternehmensanteile und bestimmte Rechte an Anteilseignende ab.

Gerade für Unternehmen mit langfristigem Entwicklungsbedarf kann Eigenkapital eine wichtige Rolle spielen. Das gilt nicht nur für große börsennotierte Konzerne, sondern auch für Unternehmen, die gesellschaftliche oder ökologische Herausforderungen adressieren und dafür tragfähige Finanzierungswege suchen.

Wie können mit Aktien Erträge entstehen? 

Bei Aktien gibt es grundsätzlich zwei mögliche Ertragsquellen: Kursgewinne und Dividenden.

Kursgewinne

Ein Kursgewinn entsteht, wenn eine Aktie später zu einem höheren Preis verkauft wird, als sie gekauft wurde. Ob das gelingt, hängt von der Kursentwicklung ab. Diese ist nicht vorhersehbar und kann über längere Zeit auch negativ ausfallen. Kursgewinne sind daher möglich, aber nicht sicher. Ebenso sind Kursverluste möglich.

Dividenden

Eine Dividende ist eine mögliche Gewinnausschüttung eines Unternehmens an Anteilseignende. Wenn ein Unternehmen Gewinne erzielt, kann ein Teil davon an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet werden. Wichtig: Dividenden sind nicht garantiert. Ein Unternehmen kann die Dividende senken, aussetzen oder ganz darauf verzichten. Deshalb sollten Dividenden nicht mit festen Zinsen verwechselt werden.

Welche Rechte sind mit Aktien verbunden? 

Aktien sind nicht nur ein Wertpapier, sondern Ausdruck einer Beteiligung am Unternehmen. Daraus können bestimmte Rechte entstehen. 

Dazu gehören je nach Aktiengattung insbesondere: 

  • das Recht auf eine mögliche Dividende 
  • das Recht auf Information im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben 
  • das Teilnahmerecht an der Hauptversammlung 
  • in vielen Fällen auch ein Stimmrecht 

Welche Rechte konkret gelten, hängt unter anderem von der Art der Aktie ab.

Welche Chancen können Aktien bieten? 

Aktien sind mit Risiken verbunden, können aber auch Chancen eröffnen. Welche Entwicklung tatsächlich eintritt, lässt sich nie sicher vorhersagen. Trotzdem ist es sinnvoll, die grundlegenden Chancen dieser Anlageform einzuordnen.

Teilhabe an der Unternehmensentwicklung

Wer Aktien hält, ist an einem Unternehmen beteiligt. Entwickelt sich das Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich, kann sich das auch im Wert der Aktie widerspiegeln.

Mögliche Kursgewinne

Steigt der Kurs einer Aktie im Zeitverlauf, kann beim Verkauf ein Gewinn entstehen. Ob das gelingt, hängt jedoch von vielen Faktoren ab und ist nicht garantiert.

Mögliche Dividenden

Einige Unternehmen schütten einen Teil ihres Gewinns als Dividende an Anteilseignende aus. Solche Ausschüttungen können eine zusätzliche Ertragsquelle sein, sind aber nicht zugesagt und können auch ausbleiben.

Langfristige Perspektive

Aktien werden häufig mit einem längerfristigen Anlagehorizont verbunden. Denn kurzfristig können Kurse stark schwanken, während sich Unternehmensentwicklungen oft erst über mehrere Jahre beurteilen lassen.

Zugang zu Unternehmen mit Wirkungsperspektive

Aktien können auch den Zugang zu Unternehmen eröffnen, die soziale oder ökologische Herausforderungen adressieren. Gerade im Umfeld nachhaltiger Geldanlage und Impact Investing kann für manche Anlegende daher nicht nur die finanzielle Perspektive relevant sein, sondern auch die Frage, welchen Beitrag ein Unternehmen mit seinem Geschäftsmodell leisten will.

Welche Risiken können Aktien haben? 

Aktien bieten Chancen, sind aber immer mit Risiken verbunden.

Kursrisiko

Der Aktienkurs kann fallen. Das kann einzelne Unternehmen betreffen oder ganze Märkte. Gründe können schwächere Geschäftszahlen, geänderte Erwartungen, wirtschaftliche Krisen oder politische Entwicklungen sein.

Unternehmensrisiko 

Wer Aktien eines einzelnen Unternehmens hält, ist direkt von dessen wirtschaftlicher Entwicklung abhängig. Läuft das Geschäft schlechter als erwartet, kann sich das deutlich auf den Kurs auswirken.

Konzentrationsrisiko

Wer nur in wenige einzelne Aktien investiert, trägt ein höheres Risiko als bei einer breiteren Streuung. Verluste einzelner Unternehmen fallen dann stärker ins Gewicht.

Marktrisiko

Auch wirtschaftlich solide Unternehmen können von allgemeinen Börsenphasen erfasst werden. Wenn Märkte insgesamt unter Druck geraten, fallen oft viele Aktien gleichzeitig.

Kein garantierter Ertrag 

Weder Kursgewinne noch Dividenden sind sicher. Anders als bei fest vereinbarten Zinszahlungen gibt es bei Aktien keinen garantierten Ertrag.

Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Anleihen?

Aktien und Anleihen werden oft gemeinsam unter Wertpapieren eingeordnet und müssen beide in einem Wertpapierdepot verwahrt werden. Trotzdem funktionieren sie unterschiedlich.

Bei Aktien beteiligen sich Anlegende am Unternehmen. Sie stellen Eigenkapital bereit und tragen die wirtschaftliche Entwicklung mit. Bei Anleihen leihen Anlegende einem Unternehmen, einer Bank oder einem Staat Geld. Das ist Fremdkapital.

Anleihen haben in der Regel eine feste Laufzeit mit vorab vereinbarten Zinszahlungen und einem Rückzahlungstermin. Aktien haben dagegen keine feste Laufzeit – sie können grundsätzlich unbegrenzt gehalten werden, ohne garantierte Zahlungen.

Vereinfacht gesagt gilt:

  • Aktie = Beteiligung am Unternehmen
  • Anleihe = Darlehen an ein Unternehmen, eine Bank oder einen Staat

Gerade für die Einordnung verschiedener Anlageformen ist dieser Unterschied zentral.

Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Fonds?

Ein Fonds bündelt in der Regel viele verschiedene Wertpapiere in einem Portfolio. Das können Aktien, Anleihen oder andere Vermögenswerte sein.

Der zentrale Unterschied: Wer eine einzelne Aktie hält, ist an genau einem Unternehmen beteiligt. Wer in einen Fonds investiert, beteiligt sich indirekt an vielen Titeln gleichzeitig.

Das hat Folgen für das Risiko:

  • Einzelaktien sind direkter, aber weniger breit gestreut.
  • Fonds bieten meist mehr Diversifikation, also eine breitere Verteilung des Risikos. Dafür ist der Bezug zu einzelnen Unternehmen oft weniger unmittelbar.
  • Beide Anlageformen – Aktien und Fondsanteile – müssen in einem Wertpapierdepot verwahrt werden.

Der Einfluss auf Unternehmen unterscheidet sich ebenfalls:

  • Bei Einzelaktien haben Anlegende durch Aktionärsrechte (z. B. Teilnahme an Hauptversammlungen, Stimmrecht) direkteren Einfluss – besonders mit größeren Anteilen.
  • Bei Fondsanteilen hat der einzelne Investor keinen direkten Einfluss auf die im Fonds gehaltenen Unternehmen. Der Einfluss liegt beim Fondsmanager, der aktiv Stimmrechte nutzen kann.

Für Menschen, die sich für nachhaltige Geldanlage interessieren, kann genau dieser Unterschied relevant sein: Manche möchten einzelne Unternehmen gezielt nachvollziehen und beeinflussen, andere bevorzugen eine breitere Streuung – oft mit eingebauten Nachhaltigkeitsstandards im Fonds.

Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Crowdinvesting?

Aktien und Crowdinvesting klingen zunächst ähnlich – beide bedeuten, dass man in ein Unternehmen investiert. Aber rechtlich und wirtschaftlich sind sie nicht dasselbe.

Beim Crowdinvesting investieren viele Menschen gemeinsam in ein Projekt oder Unternehmen. Je nach Ausgestaltung erfolgt das über unterschiedliche Finanzinstrumente, etwa Nachrangdarlehen oder Anleihen. Diese haben in der Regel eine feste Laufzeit und eine feste Verzinsung.

Bei einer Aktie gibt es keine feste Laufzeit und keine garantierte Verzinsung. Die Beteiligung an einer Aktiengesellschaft ist klar über das Wertpapier selbst geregelt – mit Aktionärsrechten wie Stimmrecht und Teilnahme an Hauptversammlungen.

Für die Einordnung ist deshalb wichtig: Nicht jedes Investment in ein Unternehmen ist eine Aktie. Crowdinvesting ermöglicht, kleinere Unternehmen, Innovationen, Start-ups oder Wachstumsunternehmen zu unterstützen. Aktien beziehen sich häufig auf größere Unternehmen – es gibt aber auch Emissionen kleinerer Unternehmen, die über Aktien Kapital einwerben.

Welche Rolle können Aktien bei nachhaltiger Geldanlage spielen?

Ob eine Aktie als nachhaltig eingeordnet werden kann, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem das Geschäftsmodell des Unternehmens, die soziale und ökologische Wirkung, der Umgang mit Ressourcen und Lieferketten sowie die Transparenz und Unternehmensführung.

Primärmarkt und Sekundärmarkt: ein wichtiger Unterschied für Wirkungsinvestoren. 

Wenn Anlegerinnen und Anleger Aktien im Rahmen einer Erstemission oder Kapitalerhöhung zeichnen, fließt ihr Kapital unmittelbar an das Unternehmen. Es kann dort für Investitionen, Wachstum oder die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells eingesetzt werden. Das ist der Primärmarkt.

Beim späteren Kauf über den Sekundärmarkt – also an der Börse – fließt der Kaufpreis dagegen in der Regel an die bisherigen Anteilseignenden, nicht an das Unternehmen selbst. Neue Liquidität entsteht für das Unternehmen dabei nicht.

Für Anlegende, die gezielt Wirkung erzielen wollen, ist dieser Unterschied wesentlich: Direkte Finanzierungswirkung entsteht vor allem bei Erstemissionen und Kapitalerhöhungen.

Im Kontext nachhaltiger Geldanlage gibt es zwei mögliche Strategien im Bereich Impact Investing:

  • Direkte Beteiligung im Rahmen einer Kapitalerhöhung oder Erstemission bei Unternehmen mit klarer sozialer oder ökologischer Ausrichtung. Hier fließt das Kapital unmittelbar an das Unternehmen und unterstützt dessen Weiterentwicklung direkt.
  • Aktiver Einfluss über Stimmrechte bei bestehenden Beteiligungen: Durch Teilnahme an Hauptversammlungen und Stimmrecht können Anlegende Einfluss auf Unternehmensentscheidungen nehmen – etwa bei Umweltstandards, sozialen Fragen oder Unternehmensführung.

Beide Ansätze gehören zu Impact Investing: Sie zielen darauf ab, neben der finanziellen Rendite auch messbare soziale oder ökologische Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig gilt: Nachhaltigkeit hebt wirtschaftliche Risiken nicht auf.

Für wen sind Aktien relevant und welche Rolle spielen sie im Portfolio? 

Aktien können für Menschen relevant sein, die sich mit unternehmerischer Beteiligung beschäftigen möchten und bereit sind, Kursschwankungen auszuhalten. Sie unterscheiden sich von festverzinslichen oder vertraglich stärker strukturierten Produkten dadurch, dass Erträge und Wertentwicklung offener verlaufen – ohne garantierte Rückzahlung oder feste Zinsen.

Ob Aktien im Einzelfall passend sind, hängt von persönlichen Zielen, Risikobereitschaft, Anlagehorizont und finanzieller Situation ab.

Einzelaktien können – je nach Anlagezielen und Risikobereitschaft – eine Ergänzung in einem diversifizierten Portfolio sein. Viele Anlegende nutzen breiter gestreute Bausteine wie Fonds oder ETFs als Kern ihres Portfolios und ergänzen Einzelaktien allenfalls gezielt. Aktien können dabei zusammen mit anderen Anlageformen wie Anleihen, Nachrangdarlehen oder Fonds kombiniert werden.

Für eine individuelle Einschätzung, ob und in welcher Form Aktien im eigenen Portfolio sinnvoll sein können, lohnt sich eine fundierte Einordnung der eigenen Anlageziele und Risikotragfähigkeit.

Fazit: Aktien einfach erklärt 

Aktien sind Anteile an Unternehmen und damit eine andere Form der Geldanlage als Anleihen, Fonds oder viele klassische Crowdinvesting-Angebote. Sie verbriefen eine Beteiligung am Unternehmen – mit möglichen Vermögens- und Mitwirkungsrechten.

Ob und wie gut eine Aktie veräußert werden kann, hängt nicht allein von einer möglichen Börsennotierung ab, sondern auch von der tatsächlichen Marktliquidität. Ein Listing bedeutet nicht automatisch, dass jederzeit ein Käufer gefunden werden kann. Bei Aktien ohne Börsennotierung oder ohne ausreichendes Handelsvolumen sollte daher mit einem langfristigen Anlagehorizont gerechnet werden.

Aktien können Chancen auf Kursgewinne und Dividenden eröffnen, sind aber auch mit Kursschwankungen und unternehmerischen Risiken verbunden. Für Anlegende ist deshalb vor allem wichtig zu verstehen, wie Aktien funktionieren, wodurch mögliche Erträge entstehen und welche Unterschiede zu anderen Finanzinstrumenten bestehen.

Gerade im Bereich nachhaltiger Geldanlage lohnt sich ein genauer Blick auf das jeweilige Unternehmen, sein Geschäftsmodell und die Frage, welche Rolle das eingesetzte Kapital dort spielt – und ob es unmittelbar dem Unternehmen zugutekommt oder am Sekundärmarkt zwischen Anlegenden weitergereicht wird.

FAQ: Aktien einfach erklärt

Nein. Nicht alle Aktien sind an einer Börse gelistet. Und selbst bei einer Börsennotierung hängt die faktische Handelbarkeit vom tatsächlichen Handelsvolumen ab – also davon, ob ausreichend Kauf- und Verkaufsinteresse am Markt besteht. Ein Listing allein garantiert keine hohe Liquidität.

Direkt an das Unternehmen fließt Kapital vor allem bei einer Erstemission oder Kapitalerhöhung (Primärmarkt). Beim späteren Kauf über den Sekundärmarkt – also an der Börse – zahlt die Käuferin oder der Käufer in der Regel an bisherige Anteilseignende, nicht an das Unternehmen selbst.

Mit Aktien beteiligt man sich am Unternehmen (Eigenkapital). Anleihen sind dagegen Fremdkapital: Das Kapital wird geliehen, mit vereinbarten Zinszahlungen und einem festen Rückzahlungstermin. Aktien haben keine feste Laufzeit und keine garantierten Zahlungen.

Nicht zwingend. Viele Anlegende setzen beim langfristigen Vermögensaufbau auf breiter gestreute Bausteine wie Fonds oder ETFs als Portfoliokern und ergänzen Einzelaktien – wenn überhaupt – gezielt. Einzelaktien konzentrieren das Risiko auf ein Unternehmen stärker als breit gestreute Produkte.

Am Primärmarkt werden Aktien erstmals ausgegeben – etwa im Rahmen eines Börsengangs oder einer Kapitalerhöhung. Hier fließt das Kapital direkt an das Unternehmen. Am Sekundärmarkt werden bereits ausgegebene Aktien zwischen Anlegerinnen und Anlegern gehandelt. Das Unternehmen erhält dabei keine neuen Mittel.

Impact Investing zielt darauf ab, neben einer finanziellen Rendite auch messbare soziale oder ökologische Wirkung zu erzielen. Bei Aktien kann das bedeuten: Beteiligung an einer Erstemission eines Unternehmens mit klarer Wirkungsorientierung, oder aktive Einflussnahme auf Unternehmensentscheidungen über Stimmrechte und Hauptversammlungen.

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