ÖKORENTA Erneuerbare Energien 12: Gründer Tjark Goldenstein im Interview

© Janina Goldenstein

Nachhaltige Anlagen sind bei werteorientierten Investor*innen gefragt. Sie kombinieren messbaren Impact mit attraktiven Renditechancen. Besonders beliebt: Erneuerbare Energien. Seit 1999 lenkt die ÖKORENTA Kapital in eine zukunftsfähige Energieversorgung und zählt damit zu den ersten. 2005 hat es den ersten eigenen Fond emittiert. Mit ÖKORENTA Erneuerbare Energien 12 kommt jetzt ein weiterer AIF auf den Markt, der Privatanleger*innen die Beteiligung an Windenergie- und Solarparks ermöglicht. Tjark Goldenstein ist der Gründer von ÖKORENTA. Erneuerbare Energien – so seine Überzeugung – sind alternativlos in der Stromversorgung der Zukunft. Wie er die Entwicklung der Branche sieht, welche Rolle die ÖKORENTA Erneuerbare Energien Fonds dabei spielen und warum Alternative Investmentfonds eine gute Alternative zu ETFs sind, erklärt Tjark Goldenstein in unserem Interview.

Abbildung von Tjark Goldenstein Geschäftsführender Gesellschafter der ÖKORENTA Invest GmbH
Tjark Goldenstein Geschäftsführender Gesellschafter der ÖKORENTA Invest GmbH

 

Der ÖKORENTA Erneuerbare Energien 12 AIF Fonds ist aktuell zeichenbar, würden Sie selbst investieren?

Selbstverständlich! Ich bin zu hundert Prozent von unseren Fonds überzeugt. Die solide Performance der Vorgängerfonds über die ganzen Jahre gibt uns ja auch recht.

Herr Goldenstein, Sie haben die Branche der Erneuerbaren Energien die letzten Dekaden begleitet – Wie sehen Sie die Professionalisierung der Branche?

Als enorme und höchst erfreuliche Entwicklung, die wir alle damals beim Start der ÖKORENTA im Jahr 1999 in der Form nicht erwartet haben. Die Branche ist komplett ihrem Nischendasein entwachsen. Erneuerbare Energien sind heute eine weltweite Großindustrie mit Milliarden-Euro-Umsätzen und zentraler Bedeutung für die Stromversorgung der Zukunft. Der weltweite Strombedarf wird weiter zunehmen, allein schon durch die voranschreitende Digitalisierung und die E-Mobilität. Vor diesem Hintergrund ist das weitere Wachstum der Branche zwangsläufig und aus Klimaschutzgründen im Übrigen auch alternativlos.

Zunehmend werden auch in Deutschland PPAs (Power-Purchase-Agreements Stromabnahmeverträge ohne staatliche Förderung) gebräuchlicher. Begrüßen Sie das Ausscheiden der EEG-Vergütung?

Privatwirtschaftliche Strukturen sind für die Branche absolut begrüßenswert. Wind- und Solarenergie sind ausgereifte Technologien, die auch auf der Kostenebene längst mit fossilen Energieträgern konkurrieren können. Das EEG wird aber noch eine gewisse Zeit, vor allem für das Einspeisemanagement nötig sein. Es regelt ja die vorrangige Einspeisung des grün erzeugten Stroms in die Stromnetze und das ist derzeit noch gut so, damit nicht z.B. Braunkohlestrom den Vorrang erhält. Wenn die Erneuerbaren Energien erst einmal der zentrale Energieträger sind, wird das EEG keine Rolle mehr spielen.

Man liest, dass Sie Teil der Anti-Atomkraftbewegung waren in den 1980er Jahren, mit welcher Motivation bieten Sie Erneuerbare Energien Fonds an?

Irgendwann habe ich für mich entschieden, dass es mehr Sinn macht „für“ etwas zu sein als nur „gegen“ etwas. In Verbindung mit meinem beruflichen Hintergrund ist dann aus dem ehemaligen AKW-Gegner der Initiator von Fonds für Erneuerbare Energien geworden. In der Rückbetrachtung war das eine wirklich gute Entscheidung. Wir lenken mit unseren Fonds aktiv Kapital in die Branche der Erneuerbaren Energien und haben gemeinsam mit unseren Anlegern dazu beigetragen, dass grüne Stromerzeugung heute eine richtig große Nummer ist. So gesehen ist das nur ein anderer Weg, um AKWs loszuwerden.

2015 ist Jörg Busboom zusätzlich zu Ihnen in die Geschäftsleitung berufen worden, sorgen Sie damit bereits für die Nachfolge?

Ja sicher! Das ist ein sehr wichtiger Punkt, insbesondere wenn man wie die ÖKORENTA im Bereich langfristiger Kapitalanlagen tätig ist. Wir wollen und müssen unseren Anlegern Kontinuität zusichern können. Das funktioniert nur, wenn die nächste Führungsgeneration im Unternehmen frühzeitig aufgebaut wird. Im Moment bilden Jörg Busboom und ich zusammen die Führungsspitze des Unternehmens und teilen uns die Verantwortung mit klar definierten Funktionen.   

Im Gründungsjahr der ÖKORENTA Gruppe wurden die Grünen in den Bundestag gewählt – heute stellen die Grünen eine Kanzlerkandidatin – wo steht ÖKORENTA heute? 

Wir haben eine analoge Entwicklung hingelegt. Die Grünen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und die Idee, die hinter unseren Fonds steckt, ist es ebenfalls. Die Grünen hatten über die Jahre die wichtige Funktion, Nachhaltigkeit immer wieder in den Fokus zu bringen. Heute ist dieses Thema gesellschaftlich gewollt und politisch ganz oben auf der Agenda. Ebenso ist es mit der ÖKORENTA und unseren Fonds gelaufen. Es hat lange gedauert, bis unsere Sachwertanlagen in Erneuerbare Energien bei Kapitalanlegern auf breiter Ebene angekommen sind. Heute sind unsere Fonds nachgefragte Produkte. Anders gesagt: wir sind jetzt zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 

Stiftung Warentest und Co. empfehlen die Anlage in breitgestreute ETFs, was sind die Vorteile der ÖKORENTA AIFs im Vergleich dazu?

Eine breite Streuung ist generell eine schlaue Anlagestrategie. Auch unsere AIFs investieren breit diversifiziert. Der generelle Unterschied ist, dass es sich bei unseren Anlageobjekten, sprich den Energieerzeugungsanlagen, um produzierende Sachwerte handelt. Die Rückflüsse an unsere Anleger werden aus der Stromproduktion und dem Stromverkauf generiert. Unsere Anleger hängen also nicht an der Börse und deren „Auf und Ab“. Allein schon aus Gründen der Stabilisierung des eigenen Vermögens ist ein Sachwertanteil in Form einer Beteiligung an einem unserer AIFs für Anleger insofern eine gute Sache.

Der Klimawandel macht auch vor der Branche der Erneuerbaren Energien nicht halt, Beispiele sind das Hitzejahr 2018 und die Windflaute 2016, bedingt durch einen sehr milden Winter, wie geht die ÖKORENTA Gruppe mit dieser Herausforderung um?

Witterungsbedingte Schwankungen sind in unseren Fonds-Kalkulationen berücksichtigt. Die Tatsache, dass wir auf Wind- und Solarenergie in der Kombination setzen, wirkt sich zusätzlich ausgleichend auf unsere Fonds aus; nach dem Prinzip: wenn der Wind nicht weht, scheint die Sonne. Die solide Performance und die regelmäßigen Rückflüsse an unsere Anleger in den vergangenen Jahren beweisen, wie robust unsere Fonds auf Witterungsschwankungen reagieren. 

In den letzten zwei Jahren hat sich die ENERCON, der größte deutsche Hersteller von Windenergieanlagen, an ÖKORENTA Gruppe beteiligt, sehen Sie dadurch Vorteile für die Anleger und Anlegerinnen?

ENERCON ist mit 9 Prozent an der ÖKORENTA beteiligt. Daneben gibt es außer mir als Hauptgesellschafter 14 weitere Gesellschafter. Die Erweiterung des Kreises war eine strategische Entscheidung, um unser Unternehmen auf eine breitere Basis zu stellen, insbesondere auch im Hinblick auf eine langfristige Entwicklung. Es gibt keine Exklusivität für einen Anlagenhersteller. Wir profitieren selbstverständlich von dem regen Austausch. Beide Häuser sind ja in der Energie-Metropole Aurich beheimatet.

Was macht den AIF ÖKORENTA Erneuerbare Energien 12 im Vergleich zu seinen Vorgängern besonders?

Wir haben das Konzept im Grunde genommen unverändert belassen. Damit sind wir und unsere Anleger in der Vergangenheit gut gefahren. Es gab bei der Emission also keinen Grund für umfangreiche Veränderungen. Was allerdings optimiert wurde, ist die Gewichtung der Technologien: Der Photovoltaikanteil insbesondere im Ausland wird im Portfolio dieses Fonds etwas größer sein. Damit können wir die Chancen international starker PV-Märkte nun noch besser für unsere Anleger nutzen.

Vielen Dank, Herr Goldenstein!

Der Erfolg der ÖKORENTA Erneuerbare Energien Fonds zeigt: Sachwertanlagen in Windparks und Photovoltaik sind auf breiter Ebene bei Privatinvestor*innen angekommen. Zeichnen Sie den ÖKORENTA Erneuerbare Energien 12 Fonds auf der GLS Crowd.

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