Erneuerbare Energiequellen: Die Basis der Energiewende
Erneuerbare Energien bilden das Rückgrat der Energiewende. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme liefern kontinuierlich verfügbare Energie und bieten das Potenzial, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. In Krisenzeiten zeigen sie besondere Stärke: Sie bieten nicht nur ökologische Vorteile im Sinne geringerer Treibhausgasemissionen, sondern eröffnen Anlegenden auch attraktive Möglichkeiten, in Projekte mit langfristiger Perspektive im Bereich erneuerbarer Energien zu zu investieren. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten erneuerbaren Energiequellen vor.
- Sonnenenergie: Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Photovoltaik oder in Wärme mittels Solarthermie.
Innovative Konzepte wie Agri-PV ermöglichen die gleichzeitige Nutzung von Flächen für Landwirtschaft und Solarstromerzeugung.
- Wasserkraft: Nutzung der Bewegungsenergie von fließendem Wasser zur Stromerzeugung oder Umwandlung von Wasser in Wasserstoff als Energieträger mittels Elektrolyse.
- Windenergie: Nutzung der Energie des Windes zur Stromerzeugung durch Windturbinen.
- Biomasse: Nutzung organischer Materialien (z. B. Holz, Pflanzenreste) zur Energiegewinnung durch Verbrennung oder Vergärung.
- Geothermie: Nutzung der Erdwärme zur Strom- und Wärmeerzeugung.
- Wellen- und Gezeitenkraft: Nutzung der Energie aus Meereswellen und Gezeiten zur Stromerzeugung.
Die Rolle von Batteriespeichern
Batteriespeicher erzeugen zwar selbst keine erneuerbare Energie, sie sind jedoch ein unverzichtbarer Baustein für das Gelingen der Energiewende. Da Wind und Sonne nicht kontinuierlich scheinen, fangen moderne Speichertechnologien Stromspitzen ab und sichern die stabile Versorgung des Netzes. Erfahren Sie in unserem Artikel „In Batteriespeicher investieren: Der Schlüssel zur Energiewende 2.0, wie Energiespeicher zur Systemstabilität beitragen und welche Rolle sie für die Energiewende und den effizienten Ausbau erneuerbarer Energiequellen spielen.
Aktuelle Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energien
Die jüngsten gesetzlichen Änderungen und Förderprogramme haben den Ausbau erneuerbarer Energien weiter beschleunigt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 setzt höhere Ausbauziele für Wind- und Solarenergie und gibt erneuerbaren Energien Vorrang in Planungsprozessen.
Ziele der Bundesregierung für den Ausbau erneuerbarer Energien bis 2030
80 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen
30 Gigawatt Kapazität von Offshore-Windanlagen
215 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im 1. Halbjahr 2026 in Deutschland 230,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist – das waren 4,5 % mehr als im 1. Halbjahr 2025. Die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energiequellen stieg um 6,5 % auf 136,4 Milliarden Kilowattstunden. Damit stammten 59,1 % des gesamten inländisch produzierten Stroms aus erneuerbaren Quellen (1. Halbjahr 2025: 58,0 %). Diese dynamische Entwicklung eröffnet vielfältige Chancen für Investoren.

Energiewende-Monitoring 2026
Vorteile des Investierens in erneuerbare Energien
Potenzial für Klimaschutz und zur Energiewende
Durch Investitionen in erneuerbare Energien haben Anlegende die Möglichkeit, Projekte zu unterstützen, deren Ziel die Reduktion von CO2-Emissionen und nd die Entwicklung des Energiesektors in Richtung Nachhaltigkeit ist. Solche Projekte sind häufig auf die Erreichung globaler Klimaziele und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ausgerichtet.
Renditeaussichten bei mittlerer bis langer Laufzeit
Erneuerbare Energieprojekte können oft stabile und vorhersehbare Cashflows ermöglichen, insbesondere bei längerfristigen Investitionen. Die Ausbauziele und gesetzlichen Förderungen, wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023, schaffen günstige Rahmenbedingungen für potenzielle Renditen.
Diversifikation des Anlageportfolios
Investments in erneuerbare Energien können zur Risikostreuung beitragen, da sie oft weniger mit traditionellen Anlageklassen korrelieren. Dies kann die Gesamtstabilität des Portfolios verbessern, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Risiken des Investierens in erneuerbare Energien
Regulatorische Unsicherheiten
Änderungen in der Gesetzgebung oder bei Förderprogrammen können die Rentabilität von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien beeinflussen. Plötzliche politische Kurswechsel können zu unerwarteten finanziellen Herausforderungen führen.
Technologische Risiken
Die rasche Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien birgt das Risiko, dass bestehende Technologien schnell veralten. Investitionen in spezifische Technologien könnten durch neue, effizientere Lösungen an Wert verlieren.
Marktvolatilität und Wettbewerbsdruck
Der Markt für erneuerbare Energien ist dynamisch und kann starken Schwankungen unterliegen. Zunehmender Wettbewerb und mögliche Überkapazitäten in bestimmten Sektoren können die Renditen beeinträchtigen und zu Preisdruck führen.

Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien
Es gibt verschiedene Wege, in erneuerbare Energien zu investieren.
1. Crowdinvesting in Energieprojekte
Crowdinvesting ermöglicht es, direkt und schon mit kleineren Beträgen in spezifische erneuerbare Energieprojekte zu investieren, oft durch Nachrangdarlehen mit festen Zinssätzen und Laufzeiten. Üblicherweise ist das Risiko für Anleger dabei durch die nachrangige Ausgestaltung höher, da die Forderungen der Crowd-Investoren bei einer Insolvenz des Emittenten hinter den vorrangigen Forderungen befriedigt werden, sofern noch Masse vorhanden ist. Für die Übernahme des zusätzlichen Risikos gibt es im Regelfall höhere Zinsen.
2. Anleihen von Unternehmen, die Energieprojekte umsetzen
Anleihen – auch als Crowdbonds bekannt – sind Wertpapiere, die als verbriefte Darlehen fungieren. Diese können sowohl nicht-nachrangig als auch nachrangig ausgestaltet sein. Bei einer typischen nicht-nachrangigen Anleihe ist das Risiko potenziell geringer als bei nachrangig ausgestalteten Anlage-Angeboten – besonders dann, wenn Besicherungen vorliegen. Anleihen erlauben Unternehmen, Finanzierungsbedarfe für große Projekte zu decken. Im Bereich der erneuerbaren Energien werden damit oftmals Portfolios von Anlagen finanziert, wodurch Anlegende die Möglichkeit erhalten, Projekte mit gesellschaftlicher oder ökologischer Zielsetzung zu unterstützen.
3. Fonds – gebündelt in erneuerbare Energien investieren
Zertifiziert nachhaltige Fonds mit Fokus auf erneuerbare Energien bündeln das Kapital vieler Anleger und investieren es breit gestreut in mehrere Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien. Dabei legen sie das Geld je nach Ausrichtung in Aktien, Anleihen oder eine Mischung aus beiden Anlageformen an. Durch diese Streuung wird das Risiko diversifiziert. Die Wirksamkeit einzelner Anlageobjekte im Hinblick auf gesellschaftliche oder ökologische Zielsetzungen kann je nach Methodik der Fonds und Offenlegung unterschiedlich nachvollzogen werden.
Eine spezielle Form sind European Long-Term Investment Funds (ELTIF). Sie ermöglichen es Privatanlegenden, gezielt in langfristige Infrastrukturprojekte und Sachwerte der Realwirtschaft zu investieren. Anders als bei täglich handelbaren Fonds liegt der Schwerpunkt hier auf langfristiger Wertschöpfung, weshalb das Kapital in der Regel für eine feste Laufzeit gebunden und die Liquidität eingeschränkt ist.
4. ETFs, die in erneuerbare Energien investieren
ETFs (Exchange Traded Funds) mit offiziell anerkannten Nachhaltigkeitskriterien kombinieren eine breite Streuung und geringere Kosten. Die Diversifikation führt zu geringeren Einzelrisiken. Die ökologische oder gesellschaftliche Wirkung einzelner Anlageobjekte kann aufgrund der Vielzahl an Unternehmen des Sektors schwerer nachvollzogen oder gemessen werden. Die Rendite ist unter Umständen stärker abhängig von Marktentwicklungen und Unternehmenserfolgen.
5. Tages- oder Festgeldkonten
Tages- oder Festgeldkonten bieten Anlegern eine Möglichkeit, kurzfristig auf ihr Geld zuzugreifen und so ihre Liquidität zu sichern, falls Ausgaben anstehen. Einige Banken wie die GLS Bank bieten auch themenbezogene Tages- und Festgeldkonten an, bei denen die Einlagen gemäß der eigenen Anlage- und Finanzierungsgrundsätze vorrangig in Projekte – beispielsweise im Bereich erneuerbarer Energien – investiert werden sollen.
Fazit: Investieren in erneuerbare Energien
Ob impact-orientiertes Crowdinvesting, Anleihe, Fonds, ETF oder Sparkonto mit Nachhaltigkeitskriterien: Durch Investitionen in erneuerbare Energien eröffnen sich nicht nur finanzielle Chancen, sondern auch die Möglichkeit, Projekte mit gesellschaftlicher und ökologischer Ausrichtung zu unterstützen und an der Entwicklung von Zukunftstechnologien mitzuwirken.
Warnhinweis: Der Erwerb dieser Finanzinstrumente ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann niedriger ausfallen.
FAQ zum Investieren in erneuerbare Energien
Es gibt verschiedene Arten von erneuerbaren Energien, darunter Sonnenenergie, Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, Geothermie sowie Wellen- und Gezeitenkraft. Jede dieser Energiequellen nutzt natürliche Ressourcen zur Stromerzeugung oder Wärmegewinnung. Auch Speichertechnologien wie PV-Speicher werden zunehmend wichtiger für die Energieversorgung.
Investitionen in erneuerbare Energien können verschiedene Vorteile bieten: Sie ermöglichen die Beteiligung an der Transformation des Energiesektors und eröffnen potenziell Renditechancen bei mittlerer bis langer Laufzeit. Zudem können sie zur Diversifikation des Anlageportfolios beitragen. Risiken bestehen ebenfalls: Regulatorische Unsicherheiten können die wirtschaftliche Entwicklung von Projekten beeinflussen. Technologischer Wandel kann bestehende Anlagen entwerten, und Marktentwicklungen sowie zunehmender Wettbewerb können zu Preisschwankungen und variierenden Renditen führen.
Es gibt verschiedene Wege, in erneuerbare Energien zu investieren:
- Crowdinvesting durch Nachrangdarlehen an spezifische Energieprojekte
- Anleihen von Unternehmen, die Energieprojekte umsetzen
- Fonds – gebündelt in erneuerbare Energien investieren
- ELTIFs (European Long-Term Investment Funds) für langfristige Investitionen in Infrastruktur
- ETFs, die nach klar definierten Nachhaltigkeitskriterien in Unternehmen des Sektors erneuerbare Energien investieren
- Tages- oder Festgeldkonten mit Verwendungswunsch bei Banken, die eigene Nachhaltigkeitskriterien offenlegen wie z. B. die GLS Bank
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts stammten im 1. Halbjahr 2026 rund 59,1 % der Stromeinspeisung in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen. Die Bundesregierung hat zudem ambitionierte Ziele für den weiteren Ausbau bis 2030 gesetzt, darunter die Deckung von mindestens 80 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen.
Crowdinvesting ermöglicht es Anleger*innen, direkt und mit kleineren Beträgen in spezifische Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien zu investieren. Dies erfolgt häufig über Nachrangdarlehen mit festen Zinssätzen und Laufzeiten. Da diese Darlehen nachrangig gegenüber anderen Forderungen behandelt werden, tragen Anlegende ein erhöhtes Risiko, welches in der Regel durch die Aussicht auf höhere Zinsen ausgeglichen werden kann.